Netflix verfehlt seine selbstgesteckten Ziele

Bislang ging es für den Streaming –Anbieter Netflix immer nur stets bergauf. Gegründet als klassischer Online-DVD Verleih im Jahre 1997, stieg das Unternehmen bereits 2007 in das Streaming-Geschäft ein und machte seinen Abonnenten viele Inhalte auch im Internet zugänglich.

Doch seitdem sind bereits stolze 11 Jahre vergangen, 11 Jahre, in denen für Netflix fast immer alles nach Plan lief. Selbst der Einstieg in den Bereich der eigenen Produktion von Filmen und Seriengelang dem Unternehmen. So folgten seit der Serie „House of Cards“, im Jahr 2013, bis heute viele weitere Serien aus dem Hause Netflix, unter denen „Narcos“ oder „Stranger Things“ zu den Erfolgreichsten gehören.

Doch nun wurde der Höhenflug doch ein wenig Abrupt gestoppt und das Unternehmen verfehlte seine eigens gesteckten Ziele für das zweite Quartal 2018 und konnte weniger Neukunden gewinnen als zuvor geplant. So beliefen sich die Neukundenzahlen in den Vereinigten Staaten auf 670.000 in dem vergangenen Quartal, doch Netflix hatte mit einem Zuwachs um 1,2 Millionen gerechnet. In anderen Märkten gewann der Streaming-Dienst 4,47 Millionen Neukunden hinzu, doch auch hier hatte man mit den Erwartungen darüber gelegen und 5 Millionen Neukunden prognostiziert.

Das Unternehmen macht für die verpassten Ziele, nach eigener Aussage, eine fehlerhafte Berechnung der Prognosen verantwortlich. Dennoch konnte man einen Absturz der Netflix-Aktie, um über 14 %, nicht verhindern. Auch weil der Umsatz mit 3,91 Milliarden Dollar ebenfalls niedriger als die zuvor prognostizierten 3,94 Milliarden ausfiel.

Ein Grund für die verpassten Ziele des Unternehmens sehen Experten auch in der großen Veränderung des Streaming-Marktes, auf dem mittlerweile etliche Konkurrenten, wie „Amazon“ und „Sky Ticket“ in Deutschland oder in den USA „Hulu“ und der Pay-TV-Sender „HBO“, ihr Unwesen treiben und sich gegenseitig Nutzer wegnehmen. Zudem startet auch der Disney Konzern im kommenden Jahr sein eigenes Streaming-Portal, auf dem sich alles um die Veröffentlichungen zu den bekannten Lizenzen des Unternehmens drehen wird. Damit wird die Konkurrenz für Netflix wohl in Zukunft eher größer als kleiner.