Wie eine Umfrage auf der Webseite von „Stackoverflow“ zutage förderte, gehört die noch relative neue Programmiersprache Kotlin bereits zu den beliebtesten unter den Entwicklern. Bei Kotlin handelt es sich um eine Programmiersprache, für die sich „Jetbrains“ verantwortlich zeichnet. An der Entwicklung der Sprache wurde bereits seit 2011 gearbeitet, allerdings wurde die erste stabile Version erst 2016 veröffentlicht.

Doch auch aufgrund dieser Tatsache zeichnet sich die Sprache durch eine Reihe von Besonderheiten und moderne Features aus, womit sich diese unter anderem von Java abhebt, indem sie vieles besser macht. Entwickelt wurde Kotlin zu Beginn ausschließlich zur Nutzung mit der Java Virtual Machine. Das bedeutet, dass Programme, die in Kotlin geschrieben wurden, von einer JVM gelesen werden können.

Mittlerweile kann Kotlin neben der Entwicklung für Android auch für Webinhalte verwendet werden, wofür der Code in Javascript übersetzt wird. Und mit dem sich noch in der Entwicklung befindlichen Kotlin/Native kann die Sprache sogar zur Entwicklung für Plattformen wie Windows, macOS oder iOS verwendet werden, die nicht Server-seitig laufen.

Die wohl größte Besonderheit von Kotlin bleibt jedoch auch weiterhin deren Kompatibilität zu Java. So können Java-Klassen beliebig im Kotlin-Code aufgerufen werden sowie umgekehrt. Auf diese Weise können Programme, die ursprünglich in Java geschrieben wurden, denkbar einfach umgeschrieben werden, was den Vorteil hat, dass diese nicht komplett neu geschrieben werden müssen.

Deshslb setzen bereits heute viele Entwickler auf Kotlin anstatt auf Java, wenn diese ihre Android-Apps programmieren. Daher sollten sich vor allem Java- und Android-Entwickler die Sprache einmal genauer ansehen. Auch für Programmierer, die mit Javascript arbeiten, könnte sich der Umstieg auf Kotlin in jedem Fall lohnen. Vor allem, da Javascript nur bedingt zur Entwicklung umfangreicher Projekte geeignet ist, macht der Umstieg auf Kotlin für diese Entwickler besonders Sinn.

Für die Entwicklung nativer Apps sollte man dagegen allerdings momentan noch auf andere Alternativen zurückgreifen, da sich Kotlin/Native bislang noch in der Entwicklung befindet und sich daher bislang hauptsächlich zum Experimentieren eignet.